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Fahrschule Stein

Führerscheinklassen

Klasse Bf 17 — begleitetes Fahren ab 17

Mit dem Ziel, die Unfallzahlen bei Fahranfängern im Alter von 18 bis 24 Jahren zu senken, wurde am 13.09.2005 das „Begleitete Fahren ab 17“ beschlossen.

Der Fahrschüler sollte zu einer Fahrschule seiner Wahl gehen. Dort wird ihm geholfen, die Antragsunterlagen für das Straßenverkehrsamt korrekt auszufüllen.

Wie kommt man an den Führerschein mit 17?

Mit 16½ Lebensjahren kann man sich in einer Fahrschule zur Fahrausbildung der Klasse B oder BE anmelden und einen Fahrerlaubnisantrag beim zuständigen Amt stellen. Die Erziehungsberechtigten müssen zustimmen. Wenn der Antrag bewilligt wird — was ohne Punkte in Flensburg normalerweise der Fall sein wird — beginnt die übliche Ausbildung in der Fahrschule: Unterricht, Fahrstunden, theoretische und praktische Prüfung.

Frühestens einen Monat vor dem 17. Geburtstag kann die Fahrprüfung abgelegt werden. Wer die Prüfung besteht und 17 Jahre alt geworden ist, erhält keinen echten Führerschein, sondern eine Prüfbescheinigung mit der Ausnahmegenehmigung. Dieses Papier ist nur in Deutschland gültig.

Mit Erreichen des 18. Lebensjahres wird die Prüfbescheinigung auf Antrag in eine normale Fahrerlaubnis umgewandelt. Es ist also keine zweite Ausbildungsstufe und keine zusätzliche Prüfung nötig.

Welche besonderen Auflagen gelten beim Fahren?

Bei jeder Fahrt muss eine mindestens 30-jährige Begleitperson mitfahren. Wer dafür in Frage kommt, wird bereits bei der Erteilung der Prüfbescheinigung namentlich festgelegt und eingetragen. Es kann also nicht einfach irgendjemand als Begleitperson mitgenommen werden.

  • Die Begleitperson muss seit mindestens 5 Jahren im Besitz der Fahrerlaubnisklasse B (bzw. Klasse 3) sein.
  • Sie darf bei Erteilung der Prüfbescheinigung höchstens drei Punkte in Flensburg besitzen.
  • Für den Fahrer gilt die 0,0-Promille-Grenze, für die Begleitperson die 0,5-Promille-Grenze — und für beide die übrigen einschlägigen Vorschriften über berauschende Mittel.
  • Die Begleitperson ist nicht Fahrzeugführer. Sie darf nicht in die Fahrzeugbedienung eingreifen, sondern soll nur als Berater mitfahren.

Wer noch keine 18 Jahre alt ist und mit Ausnahmegenehmigung, aber ohne die Begleitperson beim Fahren erwischt wird, zahlt 150 Euro Bußgeld und kassiert vier Punkte in Flensburg. Außerdem wird sogleich die Fahrerlaubnis wieder entzogen und ein Aufbauseminar angeordnet. Das Nicht-Mitführen der Prüfbescheinigung ist mit einem Verwarnungsgeld von 10 Euro belegt.

Mit welchen Fahrzeugen darf man fahren?

Wichtiger Tipp: Prüfen Sie unbedingt, ob für die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs Beschränkungen vereinbart worden sind. Wenn der Versicherungsnehmer beispielsweise im Versicherungsantrag angegeben hat, dass nur Fahrer über 23 Jahre mit dem Fahrzeug fahren werden — um an eine günstigere Versicherungsprämie zu kommen — dann darf ein 17-Jähriger definitiv nicht ans Steuer. Bei solchen Verstößen gegen den Versicherungsvertrag verliert das Fahrzeug zwar nicht den Versicherungsschutz, aber es drohen saftige Strafzahlungen und Rückforderungen seitens der Versicherungsgesellschaft.

Die Ausrüstung des Pkw mit Hilfsmitteln, die Fahrlehrer benutzen, ist nicht nötig. Weil die begleitende Person nur beraten darf, sind beispielsweise keine Doppelpedale gestattet. Der Beifahrer kann aber etwa einen zusätzlichen Innenspiegel anbringen, um die Verkehrssituationen besser zu überblicken.

Einige Fahrschulen und Landesverkehrswachten bieten Seminare an, um Eltern beziehungsweise sonstige Begleitpersonen auf die begleitenden Aufgaben vorzubereiten. Die Teilnahme daran kann sinnvoll sein, ist aber nicht verpflichtend.

Übrigens: Wie beim Führerschein mit 18 erwirbt man mit der Aushändigung der Prüfbescheinigung zugleich die Fahrerlaubnis der Klasse AM — und zwar ohne die Auflagen.

Fragen zum begleiteten Fahren?

Wir helfen Ihnen beim Antrag für das Straßenverkehrsamt und erklären, worauf die Begleitperson achten muss. Rufen Sie an oder senden Sie eine Voranmeldung.